Steuerfreie Extras senken die Personalkosten

Do. 24.07.2003

Steuerfreie Extras senken die Personalkosten
Ärzte können pro Person und Jahr 1000 Euro an Sozialabgaben sparen / Angestellte haben netto mehr

NEU-ISENBURG (lu). Um etwa 1000 Euro pro Mitarbeiterin und Jahr können Ärzte ihre Personalkosten drücken, wenn sie bei Gehaltserhöhungen den Angestellten steuerfreie Leistungen zukommen lassen.

"Das Prinzip ist einfach", sagt Steuerberaterin Dagmar Kayser-Passmann aus Unna. Statt einer Gehaltserhöhung könnten Niedergelassene ihren Mitarbeiterinnen steuerfreie Zuschüsse für Essen, Kinderbetreuung oder die Handykosten gewähren. Das erhöht die Motivation, da netto mehr übrig bleibt als bei einer gewöhnlichen Gehaltserhöhung.

"Wer die Möglichkeiten ausschöpft, kann einer Angestellten problemlos bis zu 400 Euro im Monat steuerfrei oder steuerreduziert zukommen lassen", so die gelernte Diplom-Finanzwirtin und Gesellschafterin der auf Ärzte spezialisierten Metax Steuerberatung.

Und: Für viele Zuschüsse fallen keine Sozialabgaben an. "Bei einem Sozialversicherungssatz von 20 Prozent für Arbeitgeber kann der Arzt pro Mitarbeiterin und Jahr um die 1000 Euro an Abgaben sparen", rechnet die Steuerberaterin vor. Ideal seien steuerfreie Zuwendungen auch bei geringfügig Beschäftigten, die weniger als 400 Euro verdienen. Steigt deren Gehalt auf normale Art, werden sie steuerpflichtig. "Mit steuerfreien Zuschüssen aber können Ärzte deren Gehalt de facto steuerfrei
nahezu verdoppeln", so Kayser-Passmann.

Ärzte Zeitung, 18.07.2003 www.aerztezeitung.de

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